Kenias Landschaften
Die Landschaften Kenias: Nachdem der Reisende das grüne Hügelland um Nairobi verlassen hat, bietet sich urplötzlich ein spektakulärer Ausblick ins Rift Valley – den Großen Afrikanischen Grabenbruch, welcher Ostafrika der Länge nach durchzieht. In engen Kurven geht es mehrere hundert Meter hinab bis auf die Talsohle. Eine Kette von Seen durchzieht das Rift Valley: Manche enthalten Süßwasser und sind Lebensraum von Flusspferden und fischfressenden Vögeln wie Pelikanen. Andere enthalten starke Konzentrationen von Sodasalzen und werden von Millionen von Flamingos bevölkert, die hier Algen und Kleinkrebse aus dem Wasser filtern.
Westlich des Rift Valley schlägt das landwirtschaftliche Herz Kenias: Die Hochplateaus gehören zu den wichtigsten Anbaugebieten für Getreide, während in den angrenzenden Hügellandschaften vor allem Tee angebaut wird. Die Hochländer Westkenias fallen sanft in Richtung des Victoriasees ab, einem der größten Binnenseen der Welt. Die über dem See entstehenden Wolken versorgen den ganzen Westen Kenias mit regelmäßigen Regenschauern.
Auch eines der bekanntesten Wildschutzgebiete Kenias profitiert von diesem Klima: Die Masai Mara. Da sie nicht einmal 200 Kilometer vom Victoriasee entfernt liegt, ist die Mara viel fruchtbarer als die meisten anderen Nationalparks Kenias, was zu einer unglaublichen Tiervielfalt führt. In der Zeit zwischen Ende Juli und Oktober stockt jedem Naturfreund der Atem: Rund 2 Millionen Gnus und Zebras erreichen in der Höhe der Trockenzeit auf der Suche nach Weidegründen alljährlich die Masai Mara – eines der größten Naturschauspiele der Welt, welches man nur in Kenia erleben kann.
