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Neuseeland

Aotearoa – Neuseeland, Land der Maori

Ringa pakia!                                          Schlagt die Hände auf die Schenkel!
Uma tiraha!                                           Drückt die Brust nach vorne!
Turi whatia!                                           Beugt die Knie!
Hope whai ake!                                     Und die Hüften!
Waewae takahia kia kino!                     Stampft mit den Füßen, so fest ihr könnt!
Ka mate, ka mate                                  Das ist Tod, das ist Tord
Ka ora, ka ora                                        Das ist Leben, das ist Leben
Ka mate, ka mate                                  Das ist Tod, das ist Tod
Ka ora, ka ora                                        Das ist Leben, das ist Leben
Tēnei te tangata pūhuruhuru                Dies ist der haarige Mann…
Nāna nei i tiki mai whakawhiti te rā…   der die Sonne brachte und sie scheinen ließ!
Ā upane, ka upane                                 Ein Schritt nach oben, und noch einer!
Ā upane, ka upane                                 Ein Schritt nach oben, und noch einer!
Whiti te rā, hī                                          Die Sonne scheint!

Wenn das nationale Rugby-Team Neuseelands, die All Blacks, vor jedem Match den traditionellen Haka aufführen, läuft nicht nur den Gegnern eine Gänsehaut über den Rücken. Viele wissen jedoch nicht, dass nicht jeder Haka ein Maori-Kriegstanz ist, sondern es auch Hakas gibt, bei denen Frauen oder Kinder mittanzen, Tänze die zur Begrüßung besonderer Gäste dienen oder als Auszeichnung für eine gute Tat. Während des „Te Matatini“, dem neuseeländischen Kapa Haka Festival, kann man mehr über die verschiedenen Hakas und die dahinterstehenden Traditionen der Maori erfahren. An drei Tagen finden die Tanzfestspiele statt. Die teilnehmenden Maori-Gruppen treten in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an, dazu gehören neben den Haka-Tänzen auch Gesangsstile.

Die verschiedenartige und geheimnisvolle Kultur der Maori zeigt sich noch heute überall in der neuseeländischen Gesellschaft. Schon der erste Gruß bei der Ankunft am Flughafen in Neuseeland zeugt davon. „Kia Ora“ ist die gängige Begrüßungsformel, das bedeutet in der Sprache der Maori soviel wie „Hallo“. Auch die vielen Maori-Ortsnamen fallen ins Auge, darunter auch einer der längsten Ortsnamen der Welt. Um ihn auszusprechen muss erst mal tief Luft geholt werden: Taumata whakatangi hangakoauau o tamatea turi pukakapiki maunga horo nuku pokai whenua kitanatahu. Das ist kein Touristengag, sondern der „Ort, an dem Tamatea, der Mann mit den großen Knien, der rutschte, kletterte und Berge verschluckte, auch bekannt als der Landesser, seiner Geliebten auf seiner Flöte vorspielte“.

Um die Kultur der Maori hautnah zu erleben, lohnt sich ein Besuch bei Footprints Waipoua. Dort wächst der größte noch lebende Kauri-Baum „Tane Mahuta“, den die Maori als „Herr der Wälder“ verehren. „Tane Mahuta“ misst gigantische 51 Meter, hat einen Stammumfang von 13 Metern und ist unglaubliche 1500 Jahre alt. Auf den Spuren der Maori-Mythen, begleitet von Liedern ihrer Urahnen, führen die Maori-Guides die Besucher durch ihren Wald. Dabei vermitteln sie auch Wissen über das ökologische Gleichgewicht des Waldes und die Tierwelt Waipouas.

Die Maori sind sich ihrer einzigartigen Umwelt bewusst und immer darauf bedacht, sie zu schützen. Dieser Gedanke steht auch bei „Whale Watch Kaikoura“ an erster Stelle. Mit den Maori-Gastgebern geht es mit dem Boot in die Bucht von Kaikoura, um den Giganten des Meeres nahe zu kommen. Die Riesen-Pottwale sind das ganze Jahr zu Besuch vor der Küste und hinterlassen bei ihren Besuchern garantiert einen gewaltigen Eindruck. Schön zu wissen, dass die Einnahmen von Whale Watch Kaikoura auch für den Erhalt der Maori Community vor Ort und für den Schutz der Wale eingesetzt wird. 

Sag mir wer Du bist und ich gestalte Dir Dein Tattoo“, könnte der Slogan heißen, denn die Kultur der Maori ist voller bedeutungsvoller Symbole und Verzierungen. Maori-Tätowierer schöpfen aus einem ganzen Universum an Motiven und können Tattoos mit sehr persönlichen Bedeutungen kreieren. Wem der Schmuck für die Ewigkeit ein Schritt zu viel ist, der kann sich selbst im Bone Carving versuchen und sich in einem „Creative Tourism Workshop“ einen Maori-Kettenanhänger basteln.

Ein Ort, der wie kein anderer in Neuseeland den Spirit der Maori verströmt, ist Waitangi. Er liegt direkt an der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel und ermöglicht Besuchern eine Begegnung mit der Geschichte der Maori. Hier wurde am 6. Februar 1840 der Vertrag von Waitangi zwischen den Vertretern der britischen Krone und den Stammeshäuptlingen der Maori unterzeichnet. Der „Treaty of Waitangi“ gilt bis heute als Gründungsdokument Neuseelands, sichert er doch den Ureinwohnern ihren Anspruch auf Land und Besitztümer zu.  Noch heute ist der „Waitangi-Day“ der neuseeländische Nationalfeiertag.

Auch Silvester wird in Neuseeland zwei Mal gefeiert, um die Traditionen der Maori zu würdigen. Neben den üblichen Feierlichkeiten im Dezember wird Ende Mai oder Anfang Juni Matariki, das Neujahrsfest der Maori, gefeiert. Das Fest geht auf ein Sternenbild zurück, das den Beginn des neuen Jahres einläutet und ursprünglich bedeutete, das der Boden für Bepflanzung und Aussaat vorbereitet werden konnte.

Weiterführende Links:

www.newzealand.com/travel/Neuseeland-Reisen
www.livinglandscapes.co.nz/

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