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Der langsamste Schnellzug der Welt

Hoch hinaus mit dem Glacier-Express

Mit dem Glacier-Express über eine der steilsten Bahnstrecken der Welt. Es klingt schon nach einem kleinen Abenteuer über Gleise in den entlegensten Ort der Schweiz zu fahren. Man gewinnt den Eindruck, dass das Land zu einer riesigen Modelleisenbahnplatte gehört und man mit den anderen Passagieren zur Miniaturfigur schrumpft, wenn man mit der Albula-Linie von Chur nach Tirano fährt.

Von den etwas mehr als 400 Kilometer Strecke, sind gerade einmal 19 Kilometer Normalspur. Auf den restlichen Kilometer sind die Gleise nicht breiter als einen Meter. Der als "langsamster Schnellzug der Welt" bezeichnete Glacier-Express benötigt für die Fahrt eine gefühlte Ewigkeit, wenn er mit 50 km/h vorbei an Gletschern und Palmen und hinter dem Berninapass nach Italien fährt. Aber hier ist der Weg das Ziel...

Der Zugchef Guido Cortesi sieht sich in seiner neuen Arbeit als Dienstleister auf der UNESCO-Strecke und kommt täglich mit anderen Menschen aus allen Ländern der Welt in Kontakt. Dieser Job brachte 362 Tage im Jahr Arbeit, nur an drei Tagen musste der Bernina-Express aussetzen, da die Schneemassen im Winter selbst dem Schneeflug des Zuges keine Chance gelassen hatten. Er erzählt, wie kurz nach seiner Ausbildung der Zug im fünfkilometer langen Albula-Tunnel stehen blieb. Die Ersatzlok kam zwar schon 30 Minuten später, doch für die Gäste muss es eine Ewigkeit gewesen sein.


Foto: locr.com/lotusblume

Mehr Informationen über die Route des Glacier-Express