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Faszinierende Türkei

Die Türkei – Land zwischen Orient und Europa

Die Republik Türkei erstreckt sich über zwei Kontinente – Asien und Europa – und ist umgeben von vier Meeren: dem Marmara-Meer, der Ägäis, dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer. Die beiden Regionen im Landesinneren, Zentral- und Ostanatolien, präsentieren vielfältige Landschaften und reichen auf dem höchsten Gipfel, dem Berg Ararat, bis 5.165 Meter über den Meeresspiegel.

Im Nordwesten der Türkei liegt die Marmara-Region mit ihrem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum Istanbul. Entlang der Küste des Marmara-Meeres – dem Binnenmeer zwischen Bosporus und Dardanellen – reihen sich zahlreiche Urlaubsorte. Ebenfalls zur Marmara-Region gehören die Städte Edirne – die größte Stadt der europäischen Türkei mit orientalischem Charme – und Bursa. Die ehemalige Hauptstadt des frühen Osmanenreichs zählt mit ihren gut erhaltenen Bauwerken zu den schönsten Städten des Landes. Im Süden dieser Region liegt das Uludağ-Gebirge, das als Skigebiet sehr gut erschlossen ist.

Zu den auch unter den Einheimischen beliebtesten Urlaubszielen der südwestlichen Küsten-region, der Ägäis, zählen Bodrum, Marmaris, Datça und Fethiye. Nur vom Wasser aus zugängliche Buchten, kleine Dörfer, Inseln, Steilküsten und traumhafte Strände prägen die Ägäisküste. Die Provinzhauptstadt Izmir ist eine lebendige, moderne Stadt und bedeutendes Handelszentrum. Die historischen Stätten Troja und Pergamon ziehen alljährlich tausende Besucher an.

Die Hafenstadt Antalya an der Mittelmeerküste ist das bedeutendste Fremdenverkehrszentrum der Türkei. Zwischen Taurusgebirge und Mittelmeer erstrecken sich feine Sand-strände, geheimnisvolle Buchten und antike Ruinenstätten wie Perge, Side und Aspendos. Auch die sehenswerte Provinz- und Hafenstadt Alanya mit ihrer mittelalterlichen Festungs-anlage liegt hier. 300 Sonnentage im Jahr machen die Gegend zu einem Ganzjahresziel. Kurz vor der syrischen Küste liegt Antakya: Ausgangsort für die Missionsreisen von Petrus und Paulus. Hier wurden zum ersten Mal die Anhänger der neuen Lehre Christen genannt.

Die Schwarzmeer-Küste im Norden des Landes reicht von der bulgarischen Grenze im Westen bis zur georgischen Grenze im Osten. Hier finden sich malerische Fischerdörfer, einsame Buchten und kilometerlange Strände. Tropisches Klima, üppige Vegetation und byzantinische Klöster wie das Felsenkloster Sumela prägen das Bild. Touristisch besonders interessant ist der Badeort Sinop mit seinen geschützten Buchten. In der Schwarzmeer-Region werden Tee, Tabak, Haselnüsse, Mais und Getreide angebaut.

Ankara, seit 1923 die Hauptstadt der Türkei, liegt in Zentralanatolien. Um 2.000 v. Chr. zogen die Hethiter auf die anatolische Hochebene und gründeten von hier aus ihr Großreich, das praktisch ganz Anatolien umfasste. In der wundersam anmutenden Tufflandschaft Kappadokiens mit ihren Erdkegeln wurden zum Schutz vor Verfolgern vor Jahrhunderten große unterirdische Siedlungen angelegt. Die international berühmt gewordenen „tanzenden Derwische“ haben ihre Heimat in Konya, dem Zentrum des Islam.

In Ostanatolien werden die ältesten Städte des Landes von einer gewaltigen Bergwelt eingerahmt. Auf dem Gipfel des Ararat (5.165 m) soll Noah mit seiner Arche gestrandet sein. Erzurum ist die größte Stadt Ostanatoliens und besitzt sehenswerte Zeugnisse aus osmanischer und seldschukischer Zeit: Medressen (Unterrichtsräume), Moscheen oder Grabbauten. Der größte Binnensee der Türkei ist der Van-See, etwa siebenmal so groß wie der Bodensee und mehr als 1.700 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. An dessen Ufern liegt die Stadt Van, schon im 1. Jahrtausend vor Christus Hauptstadt des Königreiches von Urartu.

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