Kontinent der Extreme
Klirrende Kälte, heftige Stürme und karge Einsamkeit prägen die Antarktis. Und dennoch wird der Südkontinent ein immer stärkerer Anziehungsmagnet für Reisende auf Kreuzfahrtschiffen und ehemaligen Forschungsschiffen. Die beste Zeit, um in die Antarktis zu reisen, ist der dortige Spätsommer im Januar und Februar. Das Wetter ist dann stabiler und ruhiger, rund ein Drittel der Zeit scheint durchschnittlich sogar die Sonne. Durch die niedrigen Temperaturen ist die Antarktis der niederschlagärmste Kontinent der Welt, eine Wüste.
Die Temperatur am Tag liegt im Norden der Antarktischen Halbinsel etwas über dem Gefrierpunkt. Die Westseite ist dabei am mildesten. Um den Polarkreis bewegt sie sich um den Gefrierpunkt und noch weiter südlich muss man sich an den Küsten für bis zu -20 Grad wappnen. Im Landesinneren sinkt das Thermometer üblicherweise auf -60 Grad.
Sturm bringt öfters milde Luftmassen mit sich; ist die Wetterlage dagegen ruhig, kommen kalte Luftmassen, die eine tolle Sicht in die Ferne und Luftspiegelungen ermöglichen. Entscheidender Faktor bei den gefühlten Temperaturen ist jedoch der Wind - auch der Fahrtwind auf dem Schiff - der die tatsächliche Temperatur auch mal um zehn Grad kälter wirken lassen kann. Der Sonnenschein ist dafür besonders intensiv und angenehm warm auf der Haut.
Wer den unwirtlichen Temperaturen jedoch trotzt, kann auf einer Schiffsexpedition die einzigartige und atemberaubende Eis- und Gletscherwelt der Antarktis erleben und ihre faszinierende Tierwelt beobachten.
Foto: locr.com/majorkottan
Mehr Informationen zu Expeditionen in die Antarktis gibt es bei antarktis-expeditionen.de
