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Norddeutschland

Die Hamburger Speicherstadt

Die historischen Backsteingebäude der Speicherstadt sind ein wichtiger Bestandteil der Hamburger Geschichte als Hansestadt. Einst waren sie die Lagerhallen der Hamburger Kaufleute und vollgestopft mit Gewürzen, Kaffee und Tee für den Seehandel.

Gebaut wurde sie ursprünglich, um im zollpflichtigen Hamburg einen Ort zu schaffen, von dem aus der Überseehandel zollfrei abgewickelt werden konnte und die Waren der Kaufmänner ebenso zollfrei gelagert werden konnten. In den Jahren 1885 bis 1888 entstanden auf den Inseln des Hamburger Freihafens bereits 15 der heute 24 Lagerhäuser, die insgesamt 300.000 qm Lagerfläche bieten. Jedes Lagerhaus hat sowohl eine Wasser- sowie eine Landseite, wodurch Waren zu Wasser oder auf dem Landweg transportiert werden konnten. Um Zweiten Weltkrieg wurden große Teile der Speicherstadt zerstört, ihr Wiederaufbau dauerte bis 1967.

Die Einführung der Containerschifffahrt führte dazu, dass die Lagerung von Waren in der Speicherstadt unrentabel wurde und viele Kaufleute pleite gingen. Heute stehen die Gebäude der Speicherstadt unter Denkmalschutz und sind als Büroräume für Verlage, Agenturen und Firmen umfunktioniert worden. Außerdem sind in den ehemaligen Lagerhäusern bedeutende Museen beheimatet.

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