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Südafrika

Das geteilte Land

Der Wahlsieg der Nationalpartei von 1948 schuf die Grundlage für vierzig Jahre Apartheid und brachte zahlreiche Gesetze der Rassendiskriminierung auf den Weg. 1958 schuf der damalige Premier H. F. Verwoerd sogenannte "Homelands" für die schwarze Bevölkerung, die damit sogar ihre Staatsbürgerschaft im eigenen Land verloren. Er sorgte für die totale territoriale Trennung von schwarzen und weißen Einheimischen in Südafrika. Nach zahlreichen internationalen Protesten und dem Tod mehrerer schwarzer Demonstranten, trat die 1961 gegründete Republik Südafrika aus dem British Commonwealth aus.

1962 wurde Nelson Mandela, der damalige Führer einer Widerstandsbewegung, festgenommen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Leben in Südafrika war bestimmt vom Kampf zwischen Schwarzen und Weißen und zahlreichen tödlichen Auseinandersetzungen. Nachdem in Folge von landesweiten Streiks etliche Townships von Regierungstruppen besetzt wurden und es zu andauernden Gewaltausbrüchen kam, wurde 1990 der nationale Ausnahmezustand für Südafrika ausgerufen.

Im gleichen Jahr trat der amtierende Präsident P.W. Bothas zurück und wurde von F.W. de Klerk ersetzt, der Apartheidspolitik beendete, woraufhin auch die andauernden Wirtschaftssanktionen gelockert wurden.

1991 wurden der "Native Land Act" und des "Population Registration Act" aufgehoben und die letzten Grundlagen der Apartheidspolitik beseitigt. In den ersten freien Wahlen von 1994 wurde Nelson Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt.

Foto:locr.com/maxthabiso

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