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Raues Johannesburg

In Johannesburg schlägt das wirtschaftliche Herz Südafrikas, denn die Stadt entstand nur, weil man in Gauteng auf Gold gestoßen war. Um die vielen Goldsucher unterbringen zu können, stellte man ihnen Siedlungsland zur Verfügung, auf dem 1886 Johannesburg gegründet wurde.

Obwohl Johannesburg für die Wirtschaft Südafrikas eine bedeutende Rolle spielt, ist die Stadt nie Sitz der Regierung geworden. Johannesburg ist ein Moloch aus Stahl, Glas und Beton und nicht mit landschaftlichen oder kulturellen Highlights ausgestattet wie Kapstadt. Allerdings gibt es durchaus sehenswerte Museen und Galerien, die einen längeren Aufenthalt lohnenswert machen. Trotzdem hat Johannesburg einen schlechten Ruf, der viele Touristen dazu verleitet, die Stadt sofort nach der Zwischenlandung auf dem internationalen Flughafen wieder zu verlassen. Die Kriminalitätsrate ist hier wesentlich höher als etwa in Kapstadt, extrem hoch sogar.

Wer Johannesburg besuchen will, sollte sich auf keinen Fall auf eigenen Faust in der Stadt bewegen, sondern einen ortskundigen Guide mitnehmen. Auch 15 Jahre nach Ende der Apartheid ist die Stadt noch zweigeteilt in Arm und Reich, Weiß und Schwarz. Und genau in diesen Gegensätzen entsteht die gefährliche Dynamik, die für Touristen nicht einschätzbar ist. Man sollte also auf keinen Fall leichtsinnig werden und sich zu Alleingängen verleiten lassen. Aber trotzdem hat die Stadt ihre Reize für Urlauber, die mutig und diszipliniert genug sind, sich Johannesburg zu nähern.

Foto:locr.com/kubaj21

Mehr Informationen rund um Johannesburg finden Sie unter goruma.de