Zwischen Schönheit und Gewalt
Am südlichsten Zipfel des afrikanischen Kontinents liegt Südafrika am Kap der Guten Hoffnung. Mit einer Fläche von rund 1.220.000 km² liegt es eingebettet zwischen dem Atlantischen und dem Pazifischen Ozean.
Den Besuchern eröffnet sich ein wilder Mix aus landschaftlicher Schönheit, Sentimentalität und unendlich vielen Sorgen und Problemen. Südafrika ist geprägt von Gewalt und Apartheid und öffnete sich erst 1994 der Realität nach acht Jahrzehnten der Unterdrückung und Isolation. Bei den ersten freien Wahlen wurde als Symbol für die neu gewonnenen Freiheit Nelson Mandela am 9. Mai 1994 vom neu gewählten Parlament zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas bestimmt. Er hatte zuvor 27 Jahre als Regimegegner im Gefängnis verbracht. Damit begann der soziale und politische Aufbruch Südafrikas.
Der schmeichelhafte Name Regenbogennation spiegelt die kulturelle und ethnische Vielfalt des Landes wider. Allerdings läuft das Zusammenleben dieser vielen Nationen nicht immer konfliktfrei ab und so ist Südafrika durch die extrem hohe Kriminalitätsrate zu trauriger Berühmtheit gekommen. Vor allem die sozialen Unterschiede der ethnischen Schichten lassen die Gewalt eskalieren. So lebt vor allem die weiße Bevölkerung gut gesichert hinter hohen Stacheldrahtzäunen und ein großer Teil der schwarzen Bevölkerung in absoluter Armut.
Allerdings ist Südafrika auch nicht überall gleich, die Großstädte Johannesburg und Kapstadt zum Beispiel trennen Welten. Und auch landschaftlich ist das Land abwechslungsreich und vielfältig. Berge, Wüste, Meer, Strand, Wasserfälle und natürlich Nationalparks machen Südafrika zu einem unvergesslichen Urlaubsziel. Nur gewöhnlich, dass ist das Land am Kap der Guten Hoffnung nicht.
Foto:locr.com/sailor
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