Europas grösster Skulpturenpark
Am Wochenende vom 16. und 17. Mai kehrte die 4. Schweizerische Triennale der Skulptur zurück ins Sarganserland. Für sechs Monate nimmt der Kurort Bad Ragaz ein neues und vor allem kunstgeprägtes Gesicht an. Bereits in den Jahren 2003 und 2006 war diese Ausstellung von internationalem Renommée zu Gast in der Vaduzer Innenstadt. Über 400 Skulpturen machen die Schau unter freiem Himmel zur größten ihrer Art in Europa. Die 4. Triennale der Skulptur steht diesmal unter dem Motto "Spuren legen - Spuren lesen". Sie soll den unmittelbaren Lebensraum sozial aufwerten, in einer Zeit, in der ringsherum Werte vernichtet werden. So entsteht eine verlässliche Ablenkung zum Trott des Alltags in Vaduz und Bad Ragaz. Die Kunst kommt kostenlos und ungefiltert auf dem Präsentierteller zum Betrachter und die momentane Überlegenheit ökonomischer Fragen tritt dabei in den Hintergrund.
79 Kunstschaffenden aus 15 Ländern sind Teil einer einzigartigen Konfrontation mit der Natur. Einen Eintrittspreis gibt es nicht und ebenso wenig Berührungsängste. Die besondere Wirkung der durch Kunst verwandelten Landschaft ist ein Teil des Erfolgsrezeptes von Bad RagARTz. Das Erlebnis, mit Kunst mitten in einem Dorf in eine emotionale Konversation zu treten, hat seinen ganz besonderen Reiz - erst recht in der sich vom Sommer in den Herbst verändernden Natur. Farbe und Licht der Skulpturen entfalten inmitten der Bergwelt plötzlich eine ganz andere Wirkung. 400.000 Besucher ließen sich vor drei Jahren auf einem sechs Kilometer langen Rundweg davon überzeugen. Nur dank dieser Begeisterung ist es möglich, dass genug Gelder für das Budget von 1,5 Millionen Franken auf der ganzen Welt zusammen getragen werden
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