Geschichte Ägyptens

Das Geheimnis der Pyramiden

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Der ägyptische Pharao Cheops ließ sich vor rund 4500 Jahren ein Denkmal für die Ewigkeit bauen. Die Pyramiden von Gizeh sind heute das einzige der sieben antiken Weltwunder welches noch steht.

Es erforderte lange Vorbereitungen bis die Cheops-Pyramide errichtet werden konnte. Zunächst mussten Straßen vom Nil zum Pyramidenplatz gebauen werden. Rund 4.000 Arbeiter benötigten dafür alleine eine Bauzeit von ca. 10 Jahrn.

Aus ganz Ägypten wurden Architekten, Steinmetze und Arbeiter angeheuert, um für die nächsten 20 Jahre an der Cheops-Pyramide zu bauen. Sie lebten in einem Arbeiterdorf direkt neben der riesigen Baustelle und bekamen für ihre Arbeit einen guten Lohn. Es waren also keine Sklaven, die die Pyramiden gebaut haben, obwohl das oft behauptet wird.

Im Steinbruch, der viele Kilometer vom Bauplatz entfernt lag, wurden riesige, genau würfelförmige Kalksteinblöcke aus dem Fels geschlagen. Jeder Quader wog ca. 2.500 Kilogramm (2,5 Tonnen) und war etwa 1,45 Meter hoch, breit und tief. Diese Steine wurden mit Seilen und Hebeln auf einen Schlitten verladen und zum Nilufer gezogen, auf Schiffe verladen und nach dem Transport erneut mit Schlitten zur Baustelle gezogen. Entstanden ist so ein Monument so hoch wie ein 50-stöckiger Wolkenkratzer – 147 Meter. Alle vier Seiten der Pyramide sind exakt 230 Meter lang und zeigen genau in die Himmelrichtungen.

Ob in der Cheops-Pyramide nach ihrer Fertigstellung tatsächlich einmal ein Pharao beerdigt wurde, ist bis heute unklar. In der Cheops-Pyramide haben Forscher zwar Gänge entdeckt, die ins Innere führen – aber keine Goldschätze oder Sarkophage (Gräber). Nun weiß man nicht, ob sie niemals darin gestanden haben, oder ob Räuber die wertvollen Grabbeigaben vor langer Zeit gestohlen haben.

In Gizeh stehen noch zwei weitere, große Pyramiden: die Chephren-Pyramide und die Mykerinos-Pyramide. Sie wurden kurz nach der Cheops-Pyramide gebaut. Chephren war der Sohn des Pharaos Cheops, Mykerinos sein Enkel.

Neben den Pyramiden von Gizeh steht der große Sphinx. Er stellt einen sitzenden Löwen mit einem Menschenkopf dar und wurde direkt vor dem Bau der Cheops-Pyramide fertiggestellt. Er sollte wahrscheinlich die neuen Grabstätten der Pharaonen bewachen.

Heute, 4.500 Jahre nach dem Bau, stehen die Pyramiden von Gizeh noch immer – als einziges der sieben Weltwunder der Antike. Natürlich ist auch an ihnen die Zeit nicht spurlos vorbei gegangen. Trotzdem lassen die Pyramiden von Gizeh noch heute jeden staunen, der vor ihnen steht.

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