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Der Vatnajökull

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Auf Island sind heute alle wichtigen Gletscherformen zu finden. Mit 8.300 Quadratkilometern ist der Vatnajökull der drittgrößte Plateaugletscher der Erde, er wird nur vom Inlandeis Grönlands und der Antarktis übertroffen. Plateaugletscher sind flach gewölbte Eisschilde, die von einzelnen Bergspitzen, den Nunataks, überragt werden. Neben den Plateaugletschern gibt es auch hunderte von Kar-, Hang- und Talgletschern. So findet man z.B. alleine auf der Halbinsel Tröllaskagi in Nordisland etwa 115 Karggletscher.

Direkt an der Ringstraße befindet sich der Gletschersee Jökulsárlón. Die Gletscherzunge Breiðamerkurjökull reichte im Jahr 1890 noch bis 250m an die Küste heran. In den letzten 100 Jahren hat sich die Gletscherzunge um über 2km zurückgezogen und dabei den Gletschersee zurückgelassen. Er erreicht eine Tiefe von bis zu 200m. Vom Ende der Gletscherzunge brechen ständig Eisberge ab, die auf dem See umhertreiben. Frisch abgebrochene Eisblöcke sind leuchtend blau. Das Eis ist praktisch frei von Luftblasen und reflektiert den blauen Anteil des Lichts. Nach einigen Tagen dringt Luft ins Eis ein und der gesamte Spektralbereich des sichtbaren Lichtes wird reflektiert. Das Eis wird weiß.

Im Sommer werden Bootsfahrten auf dem Gletschersee angeboten. Je nach Witterung geht es zwischen den Eisbergen hindurch bis zur Gletscherzunge. Dieses Erlebnis sollte man sich nicht entgehen lassen.

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