Den Orient entdecken

Dubai: Stadt aus 1000 und einer Nacht

Anzeige
Video

Glückliches Arabien! Sand und Sonne hatten die Länder im Südosten der Arabischen Halbinsel schon immer im Überfluss, seit den 60er-Jahren auch Erdöl und damit den Zauberstab, ihre Welt neu zu erschaffen. Keine Fata Morgana: Da, wo gestern noch Sand den Boden bedeckte, spiegelt sich heute der Himmel in Teichen und Seen, bedeckt Rasen die Hügel, erheben sich Bauwerke von anspruchsvoller Architektur. Computer steuern die Bewässerung ungezählter tropischer Pflanzen, mächtige Kokos- und Dattelpalmen wurden entlang der breiten Stadtautobahnen gepflanzt, und sie werden von Hundertschaften penibel arbeitender Gärtner gepflegt. Millionen von Litern Wasser fließen täglich aus den Meerwasserentsalzungsanlagen und verwandeln Sand in blühende Gärten, grüne Parks und fruchtbare landwirtschaftliche Flächen: die islamische Vorstellung vom Paradies.

Jahrhundertelang spiegelten allein Gedichte, Lieder und Bilder diese arabische Vorstellungswelt wider, den Garten Eden, in dem Obst und Blumen gedeihen, voller Vogelgezwitscher und rauschender Bäche.

Beispielsweise Dubai, das nur 4000 km² große Scheichtum (im Vergleich: Saarland ca. 2600 km²): In den Foyers der Hotels wie in den Museen sind sie noch zu betrachten, vergilbende Schwarzweißaufnahmen der Epoche vor dem Erdölboom: staubige Straßen, aus Korallenstein erbaute Windturmhäuser, Scheich Rashid bin Saeed Al Maktoum, auf einem Teppich in der Wüste sitzend und Tee trinkend, auf einem Kamel oder bei der Falkenjagd. Bilder der Vergangenheit. 1958 wurde das Öl entdeckt, die Welt hofierte den Beduinenherrscher, der die Ölmilliarden dazu verwandte, aus dem kleinen Handelshafen Dubai eine Weltstadt zu machen, den Einheimischen ein Leben ohne Not und Mühen zu bereiten. Straßen wurden gebaut, Krankenhäuser und Schulen errichtet ebenso wie prächtige, klimatisierte Häuser. Aus dem Westen importierte man Autos und Maschinen, Computer und Know-how. Ein buntes Völkergemisch aus allen Teilen der Erde siedelte sich an.

Mehr zu diesem Thema lesen