Japan

Imbisskultur in Fukuoka

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Manager im feinen Zwirn und Angestellte aus dem nahe gelegenen Finanzdistrikt sind hier ebenso zu finden, wie Jugendliche in ausgeflippten Outfits und Touristen aus allen Teilen der Welt.

Wo tagsüber Spaziergänger flanieren, zieht mit Einbruch der Dunkelheit die wohl berühmteste Fressmeile Japans die Besuchermassen in ihren Bann. Rund 180 Yatais, die japanischen Imbissstände, sind in der japanischen Millionenmetropole Fukuoka zu finden. Die besten drängen sich aufgereiht am Ufer des Nakagawa Flusses unweit der Haruyoshi Brücke. Sie sind Treffpunkt, Gerüchteküche, Kontaktbörse und zweites Wohnzimmer für viele. Sie sind auch Enklaven des Lachens und des Lästerns, in denen einem scheinbar nie enden wollender Marathon an Trinksprüchen und Tresenpolitik dazu beiträgt, dass sich die Probleme der Welt in Wohlgefallen auflösen.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum bekannten Vergnügungsviertel Nakasu mit  2.000 Restaurants, Kneipen, Bars und Nachtclubs avancieren die mobilen Fresstempel zu einem wahren Publikumsmagneten. Geduldig warten die Gäste in nicht abreißen wollenden Schlangen darauf, einen der begehrten Plätze am Tresen des Yatais ihrer Wahl zu ergattern. Und dies kann dauern. Denn die Gäste legen angesichts der Mischung aus kulinarischen Genüssen, Tratsch und Klatsch Sitzfleisch an den Tag.

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