Barbados

Traumland in der Karibik

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Schon im Flugzeug nach Barbados fallen sie auf: knutschende, verliebte Pärchen auf dem Weg ins Flitterwochen-Paradies Karibik. Aber man muss nicht gleich heiraten, um das Land der Palmenstrände zu besuchen: Viele fliegen auch aus ganz anderen Gründen auf die Karibikinsel.

„Barbados zeichnet sich in der Region durch seine gute Bildung und Wirtschaft aus.“ Der 58-jährige Dong aus der Hauptstadt Bridgetown sagt das nicht ohne Stolz.

Die östlichste Insel der Kleinen Antillen kann ihren Touristen neben wunderschönen Stränden, Calypso und Karibikflair nämlich vor allem eins bieten: Sicherheit.

Samstags-Shopping in Bridgetowns Straßen? „No problem“, meint Dong, meinen alle. Wer sich zwischen duftenden Gewürzständen und quietschbunten Klamottenläden mit den Bajans durch die Swan Street schiebt, muss sich wahrlich keine Sorgen um Handtasche oder Fotoapparat machen.

Alles ist im Fluss, der Rhythmus gemächlich, die Freundlichkeit in den Duty-Free-Shops der Baker Street schon fast nordamerikanisch. Traumhaft, oder?

Der Calypso-King von der wilden Küste
Es sei denn, es ist August. Das ganze Jahr über fiebern die Bajans nämlich ihrem größten Event entgegen – dem Crop Over Festival in Bridgetown. Ganze fünf Wochen lang feiert die Karibikinsel dann den Erntedank. Mitten im Sommer, während der Regenzeit. Aber selbst ein kräftiger Schauer zwischendurch kann bei karibischen Temperaturen niemanden vom Feiern und Tanzen abhalten.

Das Fest hat seinen Ursprung im 18. Jahrhundert, als Barbados der weltgrößte Zuckerproduzent war. Die Insel gehörte als Kronkolonie zu Großbritannien, Sklaven bewirtschafteten damals die Plantagen. Von ihnen wurde das Crop Over Festival ins Leben gerufen, um das Ende der mühseligen Zuckerrohrernte zu feiern.

Heutzutage leiten Erntekönigin und -könig die Feierlichkeiten während der Eröffnungsgala ein. Doch das in den 70er Jahren wiederbelebte Fest ist vor allem der Musik gewidmet.

Während sich im offiziellen Wettbewerb beim Pic-O-De-Crop alles um den Calypso dreht, regieren in den Straßen schnellere Uptempo-Rhythmen – allen voran der Soca.

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