Im Einklang mit der Natur

Wild campen in Schweden

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Nicht stören, nichts zerstören lautet die Grundregel des Allemansrätt, des schwedischen Rechts zum Gemeingebrauch der Natur. In Schwedens freier Natur darf man wandern, Fahrrad fahren, reiten und Ski fahren, wenn dadurch Saaten, Schonungen und dergleichen keinen Schaden nehmen. Allerdings darf man nicht ohne Erlaubnis ein privates Hausgrundstück (der engere Bereich um Wohn- oder Ferienhäuser) queren oder sich darauf aufhalten, denn dies gilt als Hausfriedensbruch.

Es ist dem Einzelnen erlaubt, in Schwedens Natur ohne Einwilligung des Grundbesitzers eine  Nacht zu zelten (mit zwei bis drei Zelten), sofern sich der Standort nicht auf einer landwirtschaftlichen Nutzfläche oder in der Nähe eines Wohn- oder Ferienhauses befindet. Gruppen benötigen zum Lagern und Zelten, wegen der Gefahr für Bodenschäden und sanitären Problemen, in jedem Fall die Erlaubnis des Grundeigentümers! Will man in Sichtweite eines Hauses zelten oder länger als eine Nacht an einem Standort bleiben, muss man ebenfalls die Erlaubnis des Eigentümers einholen. Besondere Rücksichtnahme ist beim Campen mit Wohnwagen oder Wohnmobil geboten. Am besten nutzt man den hohen Komfort der naturnahen schwedischen Campingplätze, denn so vermeidet man Konflikte mit Grundeigentümern. Für Nationalparks und Naturschutzgebiete gelten Sonderregelungen, die das Jedermannsrecht einschränken können.

Lagerfeuer sind nur dann erlaubt, wenn kein Risiko für Flächen- oder Waldbrände besteht. Bei Trockenheit wird sogar ein allgemeines Feuerverbot erlassen. Feuer sollte immer sorgfältig mit Wasser gelöscht werden, bevor man den Lagerplatz verlässt. Sollte sich ein Feuer ausbreiten, haftet man allein für den entstandenen Schaden!

Dass man keine Abfälle zurück lassen soll, versteht sich wohl von selbst. Glas, Dosen und Verschlüsse bilden eine Gefahr für Mensch und Tier. Auch können Plastiktüten bei Tieren zu qualvollem Verenden führen, wenn sie mit der Nahrung aufgenommen werden.

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