Kanada

Wirtschaftszentrum Toronto

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Die Einwanderer haben Toronto gerettet. Noch vor 50 Jahren galt die Hauptstadt Ontarios als verschlafene und langweilige Provinzstadt – durch und durch weiß, angelsächsisch und protestantisch. Die Einwanderungswellen nach dem Zweiten Weltkrieg ließen die Bevölkerung auf heute rund 5,2 Mio. anschwellen, und Toronto verwandelte sich in eine moderne, lebenslustige Weltstadt. Im Zentrum drängen sich die spiegelnden Glastürme der Hochfinanz und der international tätigen Firmen. Ringsum dehnt sich ein Mosaik aus zahllosen ethnischen Vierteln, dessen bunte Mixtur sich in Chinatown, auf den portugiesischen Märkten, in den griechischen Tavernen und karibischen Clubs besonders farbig zeigt. Toronto wird seinem indianischen Namen »Sammelplatz« gerecht, denn nur 30 Prozent der Einwohner sind noch angelsächsischer Herkunft. Ein Überbleibsel aus braven Provinzzeiten blieb der Stadt allerdings: Toronto ist im Vergleich zu den großen amerikanischen Städten verblüffend sauber und sicher. Jährliche Untersuchungen ergeben, das hier meist die beste Luftqualität unter den 200 größten Metropolen der Welt herrscht.

Toronto ist heute der wirtschaftliche und kulturelle Nabel des gesamten Landes. Gut 20 Prozent aller Waren, die in Kanada hergestellt werden, kommen von hier. Die Stadt besitzt den wichtigsten kanadischen Hafen an den Großen Seen, und sie ist das Zentrum der größten Industrieregion im Land, des Golden Triangle (Goldenes Dreieck), das sich am Ufer des Lake Ontario von Oshawa bis Hamilton zieht. Aber es gibt hier auch mehr Theater und Buchverlage als in jeder anderen Stadt Kanadas. Nationalballett und -oper sowie das Toronto Symphony Orchestra sind hier zu Hause

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